In Kooperation mit der Polizei wurde zum ersten Stadtteil-Spaziergang in die Innenstadt geladen. Das Interesse war groß, eine Fortsetzung ist geplant.
Unter dem Motto
„Wir gehen sicher“ trafen sich die Teilnehmer:innen des ersten Stadtteil-Spazierganges am Donnerstag, 13. November, im lebensRAUM in der Postgasse. Die Einleitung erfolgte durch
Moderatorin Martina Frühwirth und
Bürgermeister Günther Albel, der sich für die rege Teilnahme bedankte und das subjektive Sicherheitsgefühl in den Mittelpunkt stellte. „Objektiv kann man Sicherheit messen, aber wie steht es um das subjektive Sicherheitsgefühl? Es ist bei uns allen unterschiedlich ausgeprägt und hängt mit persönlichen Erfahrungen zusammen. Im Rahmen der Stadtteil-Spaziergänge wird es unsere Aufgabe sein, genau zuzuhören, um geeignete Maßnahmen zu setzen und Lösungen zu finden“, sagte Bürgermeister Albel.
Im Anschluss starteten zwei Gruppen auf jeweils unterschiedlichen Routen vom lebensRAUM in Richtung Hauptbahnhof. Jede Gruppe wurde von Vertreter:innen der Behörde bzw. von Vertreter:innen von Stadt und Polizei begleitet. Die Moderatorinnen und Prozessbegleiterinnen
Martina Frühwirth, Edith Steiner-Janesch und Ines Omann stellten den Teilnehmer:innen immer wieder Aufgaben. Eine lautete etwa: „Gehen Sie ohne zu sprechen und lassen Sie die Umgebung auf sich wirken. Was fühlen Sie?“ Eine andere Aufgabenstellung bestand darin, sich eine Gesprächspartnerin bzw. einen Gesprächspartner zu suchen, um mit ihr/ihm über die jeweils empfundene subjektive Sicherheit zu sprechen. Ein Stopp wurde vor der "Polizeiinspektion Hauptplatz" eingelegt. Zwei Exekutivbeamten bestätigten, dass Villach eine sichere Stadt ist. Zudem ist die Aufklärungsrate bei Delikten im Städtevergleich sehr hoch.
Auf dem Bahnhofplatz trafen sich die beiden Gruppen. Es erfolgte der Tausch der jeweiligen Expert:innen und es ging zurück in Richtung Postgasse. Der Spaziergang bot die beste Möglichkeit, um mit den Verantwortlichen direkt in Kontakt zu treten. Wie funktioniert die Schaltung der Lichter am Abend und in der Nacht in Villach? (Antwort: In der Nacht werden Teile der Stadtbeleuchtung automitsch gedimmt, um Strom zu sparen. Trotzdem ist eine ausreichende Beleuchtung immer gewährleistet). Warum gibt es etwa in Bogenfeld und St. Niklas automatisierte Beleuchtungen und in der Innenstadt nicht? (Antwort: Für die Innenstadt sind solche Konzepte nicht geeignet, da das Licht aufgrund der vielen Personenbewegungen in diesem Fall die ganze Zeit ein und wieder ausgehen würde). Warum wurden im Bereich des Willroiderparkplatzes Bodenschwellen installiert? (Antwort: Vor Ort entwickelte sich ein Treffpunkt von jugendlichen Autofahrer:innen. Seit der Installation der Bodenschwellen gingen die Beschwerden der Anrainer:innen merklich zurück).
Bürgermeister Günther Albel stand natürlich ebenso für sämtliche Fragen bereit. Er hörte zu und berichtete von persönlichen Eindrücken: „Ich bin viel mit dem Fahrrad unterwegs, natürlich stimmt es, dass es hier und da Verbesserungspotenzial bei der Beleuchtung gibt.“ Von Teilnehmer:innen positiv hervorgehoben wurde etwa die großflächige Bemalung von Hauswänden, unter anderem auf einer Fassade in der Widmanngasse, Ecke Drauparkstraße. "So erscheint der Straßenzug gleich viel freundlicher", sagte eine Teilnehmerin.
Wieder in der Postgasse angekommen wurde der Spaziergang im Nachklang besprochen.
Aufgrund des großen Interesses steht bereits eine Fortsetzung fest. Informationen dazu folgen.
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